Lisa Jäger holt Titel nach Mittelhessen
Am vergangenen Wochenende (9.+10. Mai 2026) fand das Hessische Landeseinzelfinale im Gerätturnen weiblich der Schüler- und Jugendturnerinnen in Biedenkopf statt. Für dieses Finale hatten sich 13 Turnerinnen aus drei Vereinen des Turngau Mittelhessen qualifizieren können. Mit Lisa Jäger holte eine Turnerin den Titel nach Mittelhessen.

Kür, Leistungsklasse 4, 9–11 Jahre
Am frühen Morgen gingen die jüngsten Kürturnerinnen an den Start. Einen tollen Wettkampf zeigte Marie Schulz vom TV Großen-Linden, die sich mit 47,40 Punkten sehr über Rang acht freuen konnte. Gleich zu Beginn legte sie mit 12,75 Punkten und einer schwierigen, aber sicheren Übung am Balken den Grundstein. Auch am Boden überzeugte sie das Kampfgericht mit einem schönen Vortrag und ansprechender Ausführung sowie einer der höchsten Schwierigkeitswerte (12,75 Punkte). Auch Clara Umathum von der TSG Wieseck sowie Randja Warth vom TV Großen-Linden hatten die Qualifikation für das Finale erturnen können. In einem starken Teilnehmerfeld erreichte Umathum Rang 21, Warth Rang 28. Während Umathum besonders am Boden mit 11,75 Punkten sowie 11,35 Zählern am Stufenbarren überzeugen konnte, beeindruckte Warth mit einer gelungen Bodenübung (12,05 Punkte).
Kür, Leistungsklasse 3, 12–13 Jahre
Sarah Noll konnte sich Rang 21 erturnen, Lotte Keul von der TSG Wieseck belegte Rang 27. Dabei holten beide ihre meisten Zähler am Boden (11,85 bzw. 11,55 Punkte). Die Lindenerin freute sich weiterhin über ihre Balkenübung (11,55 Punkte), Keul beeindruckte mit dem höchsten Schwierigkeitswert am Boden. Ein Gleichgewichtsverlust am Balken und ein zu lockerer Handschutz am Stufenbarren kostete Keul am Ende wertvolle Zähler.

Kür, Leistungsklasse 2, 14–15 Jahre
Bei den ältesten Kürturnerinnen sicherten sich Ella Vogel (TV Großen-Linden) Rang 20 und Clara Schardt von der TSG Wieseck Rang 21. Vogel startete gut in den Wettkampf und holte konstant über 11 Punkte an Sprung, Balken und Boden. Lediglich der Vortrag am Stufenbarren gelang nicht wie geplant. Schardt musste an diesem Wettkampftag mit einigen Herausforderungen klarkommen. Ein unerwarteter Abgang vom Stufenbarren sowie vom Balken kostete die Wieseckerin einige Abzüge. Allerdings überzeugte sie mit einem schönen Handstützüberschlag am Sprung, der mit 11,35 Punkten belohnt wurde.

Pflichtstufe 5, 10 Jahre und jünger
Die jüngsten Turnerinnen waren am frühen Sonntagmorgen am Start. Der Wettkampf der Wieseckerin Helene Fabricius startete gut. Gleich am Boden holte Fabricius starke 13,00 Punkte. Auch am Sprung überzeugte die Wieseckerin mit 12,95 Punkten, bevor sie mit ihrem Vortrag 13,20 Punkte am Stufenbarren und damit ihre höchste Wertung erturnte. Durch einen kleinen, aber ausschlaggebenden Fehler am Balken gleich zu Beginn ihrer Übung, konnte Fabricius ihre Stärke am Balken nicht ausspielen, verlor wertvolle Zähler und holte am Ende aber noch Rang 10 in dem starken Teilnehmerfeld. Nora Pinschmidt vom TV Alsfeld hatte ebenfalls mit dem Schwebebalken zu kämpfen und belegte am Ende Rang 27. Ihre höchste Wertung erzielte die Alsfelderin am Stufenbarren (12,55 Punkte).
Pflichtstufen 5–6, 11–12 Jahre
In dieser Wettkampfkasse hatten sich Clara Ganter und Hanna Rempel qualifizieren können. Beide erwischten nicht ihren besten Tag, konnten sich aber vor allem über einen tollen Handstützüberschlag am Sprung freuen (13,65 bzw. 13,95 Punkte). Ganter belegte schließlich Rang 34, Rempel kam auf Rang 35.
Pflichtstufen 6–7, 13–14 Jahre
Hier stellte sich Eleyna Klein vom TV07 Watzenborn-Steinberg der Konkurrenz. Mit einer Gesamtpunktzahl von 59,15 Punkten beendete Klein ihren Wettkampf auf einem großartigen Rang fünf, wobei ihr die Konkurrenz auf dem Podest dicht auf den Fersen war. Insbesondere am Sprung überzeugte sie mit einem gelungenem Handstützüberschlag (16,05 Punkte), was sogar die Tageshöchstnote an diesem Gerät war. Ebenfalls glänzte sie mit ihrem Vortrag am Stufenbarren (15,00 Punkte) und einer schönen Balkenübung.
Pflichtstufen 7–9, 17 Jahre und jünger
Lisa Jäger vom TV07 Watzenborn-Steinberg hatte sich qualifiziert und beeindruckte durch ausgeglichene Leistungen, sehr hohen Ausführungsnoten und starken Nerven. Nach großartigen Übungen an Boden, Sprung und Barren, hatte sich Lisa eine aussichtsreiche Position erturnt und konnte auf eine Podestplatzierung hoffen. Am letzten Gerät, dem „Zitterbalken“, überzeugte sie das Kampfgericht schließlich durch einen extrem sicheren Vortrag und wurde dafür belohnt (15,80 Punkte). Die 65,75 Punkte am Ende reichten knapp zum Sieg und den Titelgewinn. Die Freude war riesig.
